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Rybache Рыбачье
Wir finden den Strandcampingplatz in Rybache- ungefähr auf der Mitte zwischen Alushta und Sudak und könne gleich ein paar Deutsche begrüßen- darunter auch Andre aus Berlin mit Vater Hans und Anja, seiner Ukrainischen Freundin, mit Andre hatte ich schon im Ukraine-Forum im Internet Kontakt. Wir baden jetzt erstmal und dann setzen sich hier alle möglichen Leute zusammen, denn Hans hat heute Geburtstag, also Party! Bis später...Ach so: gefahrene Kilometer bis heute: 4154 ! Rybache liegt unmittelbar an der Schwarzmeerküste. Die Küstenstraße P 08 führt mitten durch den Ort. Stau jederzeit möglich. Rybache ist gleichermaßen Ferienort mit zahlreichen Pensionen, Ferienwohnungen, Hotelanlagen und Privatzimmern, wie auch Einkaufsort mit zahlreichen Läden und Marktständen. Und natürlich Strandcampingplatz zwischen Straße und Schwarzen Meer. Hier kann es laut und voll sein! Aber Rybache ist einfach Cult! Hier gibt es Cafes und Restaurants, Nachts geht in den Discos die Post ab und beim Bummel über den Strand oder durch den Ort lernt man leicht Leute kennen. Noch einige Informationen zum Strandcampingplatz: Trinkwasser gibt es nur zu bestimmten Zeiten, Toiletten nur Russisch, Duschen nur zwei Stück. Auf der anderen Straßenseite gibt es einen weiteren Campingplatz, da sind zumindest die Toiletten und Duschen besser, man geht einfach über die Straße… (Gleicher Betreiber). Marshrutkis und alle Buslinien halten mitten im Ort und fahren von hier in alle Himmelsrichtungen. Auch wichtig: 2007 hatte Rybache noch keinen Bankautomaten, aber Wechselstuben und eine kleine Bank, links bergauf die Straße hoch. Die Bank ist schwer zu finden- Fragen! Internetcenter? Gibt es hier auch! 08.08.: Verhungert und verdurstet sind wir gestern Abend nicht gerade- es gab wieder ALLES! In der Runde haben zusammen gesessen Ukraine, Russland, Tschedschenien, Moldawien und Deutschland und wir haben uns bestimmt besser verstanden als die Politiker!! Igor, Sasha und ich setzen uns nach dem Frühstück in Richtung Felsenbucht ab, noch ist die Brandung nicht so hoch, wir können am Strand entlang wandern- übrigens fester Kieselstrand, alles runde Steine, die Füße bleiben schön sauber! Aber dann müssen wir ganz schön klettern, bis wir in der kleinen Bucht sind. Wir baden nicht ohne Risiko, denn größere Wellen hauen dich in die Steine! Aber es geht alles gut. Mensch, was mache ich bloß ohne Igor- er und Sasha fahren heute per Bus zurück nach Simferopol (1,5 Stunden), die Arbeit ruft! Aber mal sehen, wir haben schon eine Idee! Ich kann jetzt erstmal ausruhen, aufräumen und sauber machen und geh bestimmt heute Abend noch baden! 50 Meter bis zum Wasser! Ich werde einige Tage hier in Rybache bleiben- der kleine Küstenort gefällt mir gut. Es ist übrigens warm, sehr warm- im Wohnmobil sind heute Nachmittag wieder mal über 30 Grad! Und heute Abend plane ich mal, wie es weitergeht... Ich bleibe erstmal in Rybache, benutze den Ort als Ausgangspunkt für einige Ausflüge in den nächsten Tagen. Und die mache ich nicht mit dem Wohnmobil, sondern mit Marshrutki. Das sind Kleinbuße, die zu festen Zeiten fast alle Orte auf der Krim und in der Ukraine anfahren. Fahrpreise? Von 1 Griwna für eine Kurzstrecke bis 25 Griwna (ca. 3,70 €) für die Strecke Rybache- Alushta- Simferopol, also sehr preiswert. Und man lernt Land und Leute kennen. Hinter der Frontscheibe hängt ein Schild mit dem Zielort und oft auch die Abfahrtzeit. In Städten werden die Busbahnhöfe angefahren, in Orten oder auch auf freier Strecke wird an Haltestellen oder auf Zuruf angehalten. Bezahlt wird beim Fahrer, nur in größeren Orten und an den Busbahnhöfen gibt es Kassenhäuschen. Hier findet man auch Pläne mit Zielorten und Abfahrtszeiten. Im Zweifel immer den Fahrer fragen, ich habe nur ganz Nette getroffen! 11.07.: Frühstart mit Marshrutki über Alushta nach Yalta. Auf dem großen Busbahnhof (Achtung, Yalta hat Zwei) umsteigen nach Alupka- wo steht bloß dieser Kleinbus? Ahhh, Alupka- Woronzow Palast, natürlich in Russisch. Graf Woronzow, der Generalgouverneur von Neurussland ab 1823, zog nach Alupka und baute sich ein- nein gleich mehrere Paläste, also auch noch an anderen Orten. Die haben ganz schön malocht für den Herrn! Auf die russischsprachige Führung verzichten wir mal, bei den Menschenmaßen hier. Palast und Park, dass muss reichen. Mich zieht es eher auf einen Berg- Ai Petri 1234 m hoch, Seilbahn sowjetische Technik, dass isses! Aber denkste, Menschenmaßen!! Also umgekehrt; mit Marshrutki hoch, also Serpentinen satt, so richtig kotzfreundlich! Sicherungen? Leitplanken oder so was? Hast wohl Angst, was? 20 Min 1. und 2. Gang, dann ist die Karre mit 20 Menschlein oben! Aber dann überblickt man die ganze Küste von Alupka über Yalta bis hinter Alushta! Leider ist es etwas dunstig; die Hitze! Runter geht es mit der sowjetischen Technik- einmal umsteigen, dann sind wir unten- ohne Aufregung. Mit Marshrutki geht es zurück nach Yalta, Stadtspaziergang, etwas Essen- vor allem trinken... Ist der Himmel bei Euch auch blau ohne Wolke und Mittags so 33 Grad? Ich fahre weiter nach Alushta, muss den Busbahnhof suchen um endlich wieder nach Rybache zu kommen. um 20:30 bin ich zu hause. Das waren also rund 160 km Krimküste mit Kleinbußen! Ach so, Yalta hat übrigens 100 000 Einwohner, Alushta 40 000, dem entsprechend ist da auch was los, also nicht gerade erholsam... Ich versteck mich erstmal in meiner Dusche- Mensch, das Ding im Auto ist Gold wert... Für die WoMo-spezies: die erste Gasflasche ist nach 6 Wochen leer- Kochen und Kühlschrank. Habe aber schon einen Ukrainer gefunden, der die zum Füllen mit nach Yalta nimmt, Gewindeadapter habe ich ja. Hier in Rybache ist keine Gastankstelle. 12.07.: Klappt hier alles; volle Gasflasche für knapp 7 € zurück, Gewindeadapter natürlich auch. Gasprom hat das hier alles im Griff! Ansonsten war heute Ruhetag; kann ja nicht immer hin und her jagen. Das Schwarze Meer hat gemessene 26 Grad und wir haben kaum Wind. Wasserdunst hängt in der Luft. Habe rote Masandra- Weintrauben gekauft- Mann so was gibt es bei uns nicht! Scheiß EU! Die Tomaten schmecken hier sogar nach Tomate und nicht nach Wasser! Rote Johannisbeeren, Kilo, ja hier geht alles nach Kilo- kapp ein Euro! Der Campingplatz ist jetzt gut gefüllt- hier sind sehr viele Familien mit Kindern, sie kommen aus Belarus, Russland, Moldawien, usw. Ich kann es nur wiederholen: Hier sind wirklich alle nett und freundlich, als ich gestern unterwegs war, haben die Nachbarn aus Kiew aufgepasst. Sicherheitsbedenken? Ich weiß nicht, woher dieser Unfug kommt! Ich fühle mich hier pudelwohl! 13.07.: Heute ist es etwas bewölkt, hohe Luftfeuchtigkeit, fast kein Wind, um die 30 Grad. Mache mit den Berlinern Anja, Andre und Hans längeren Einkaufsbummel durch Rybache. Wir kaufen in einem Produkty (Tante Emma Laden) alle haltbare Milch auf- gibt es hier nicht immer, und ich kaufe Eier und Schinkenspeck. Bei Fleisch und Fischsachen sind wir vorsichtig- es ist einfach zu heiß. Gemüse und Obst gibt es alles was man sich wünscht. Hans kauft 100 Gramm roten Kaviar für ca. 5 €. Mache ich Morgen... In den nächsten Tagen geht es denn auch weiter, aber Badepause muss sein! Der Internetladen an der Hauptstraße hier ist ganz neu, hat noch kein Schild draußen, nur kleinen Zettel an der Tür. Wie gefunden? Flüsterpropaganda...(Inzwischen große Schilder!) Lebensmittel? Reisender, kommst du in die Ukraine, dann denk daran: Bringe deinen Kaffee und deine Marmelade mit, sonst trinkst du Nescafe und tränkst dein Weißbrot mit Flüssiggelee…(Honig gibt es auf jedem Markt) Ware aus der Kühltruhe? Die haben bei der Hitze hier bestimmt keine -18° Celsius…Die Ware ist oft völlig vereist. Aber man kann ja Essen gehen, da weiß man es dann ja nicht…Nur Mut! 14.07.: Hocken im Strandcafe rum und lernen dabei Ukrainer- Familie aus Düsseldorf kennen. Sie machen hier Urlaub. Fahren mit Bus 3 Tage für 100 Euro bis Simferopol, da lebt der Rest der Familie. Ansonsten ist es heute mal kühler, 26 Grad, leicht bewölkt. 15.07.: Wieder warm; kaum Wind, gebadet. Auf dem Markt rumgestöbert, aber es gibt nur Touristenmist aus China und Hongkong- nix vernünftiges. 16.07.: Morgens mit Marshrutki nach Alushta (30 km durch die Krimberge, Fahrpreis: ca. 3 Euro), noch mal in die Altstadt und auf die Promenade, aber hier ist mir zuviel Remmi- Demmi! Auf der Rückfahrt voller Kleinbus, so 20 Menschlein drin. Hinten auf der Hinterachse schaukelt das Ding am meisten, und gerade da sitzt ein kleiner Junge, dem das plötzlich gar nicht mehr gut geht. Mama ruft, Fahrer hält mitten in den Bergen an, 5 Minuten Pause für Mama und Kind, kriegt Wasser, es werden Plätze getauscht, der Kleine sitzt jetzt vorn, dann geht es weiter. Alle freuen sich, dass der Kleine wieder munter ist. Das ist die Ukraine. 17.07.: Die Hälfte meiner Reisezeit ist rum! Letzter Tag in Rybache und natürlich 35 Grad. Abends sitzen wir im Strandcafe zusammen, die Berliner, ein Osnabrücker, zwei aus Belarus und eine ukrainische Familie aus Svitlowodsk. Es gibt ein buntes Sprachgemisch und das eine oder andere Bier. Es ist unser Abschied von Rybache, denn Morgen fahren alle in verschiedene Richtungen los. Dabei bin ich ziemlich sicher, dass ich noch mal nach Rybache zurück komme.
Ausflüge (Tagestouren) von Rybache aus: Alushta Алушта Es fällt mir schwer, Sehenswertes zu nennen. Schöne Badestrände gibt es hier nicht (Steine und Beton), aber eine große Promenade, die fast schon gigantisch ist. Alushta hat 40 000 Einwohner und etliche Hochhäuser. In der Hochsaison (Juni bis Ende August) ist es hier sehr voll, es ist die Verkehrsdrehscheibe für die Küstenorte und den Trollybusverkehr nach Yalta und Simferopol.
Hurzuf Гурзуф Hurzuf liegt 15 km östlich von Jalta und gehört schon zum Verwaltungsbereich Großjaltas. Die engen Gassen der Altstadt sind eingezwängt von Erholungsheimen. In Hurzuf tummeln sich bis zu 5000 Kinder im Ferienkomplex Artek. Sehenswert ist die Altstadt, das Tschechow Haus und das Puschkin Museum (siehe Reiseführer)
Nikita Никита Auch dieser Ort gehört zu Großjalta. Sehenswert ist der botanische Garten, der 1812 angelegt wurde und 15000 verschiedene Pflanzen beherbergt.
Masandra Масандра Sehenswert sind Masandra Palais und Park (Woronzow). Außerdem gibt es die Weinkellerei Masandra und das dazu gehörende Weinmuseum mit Weinverkostung. Im Ort auf Schilder achten. Jalta Ялта SP Motel Darsan im Zentrum etwas oberhalb an der Seilbahn. SP Krim Hotel Jalta, wenn man Glück hat direkt an der Strandpromenade. Es ist aber besser, außerhalb Jaltas zu übernachten. Über Jalta kann man viele Seiten schreiben oder den Eingangs erwähnten Reiseführer empfehlen. Viele Infos gibt es auch hier: www.go2crimea.com
Livadiya Ливадия Livadiya Palast und Museum. Ein 60 ha großer Komplex mit zahlreichen Gebäuden und Parkanlagen. Hier beginnt der s.g. Zarenpfad entlang der Küste.
Haspra Гаспра Kap Ai-Todor , Ай-Тодор, (Schwalbennest), auch das Wahrzeichen der Krim genannt, ein kleines Schloss, das weit vorgeschoben auf einem Felsen am Meer steht. Haspra wird dominiert durch viele Kureinrichtungen, ebenso wie die kleinen Nachbarorte.
Alupka Алупка Palast und Park des Grafen Woronzow Seilbahn auf den Ai Petri (Ай петри) (heiliger Petrus) oder mit Marshrutki die Gebirgsstraße hoch. Mit Wohnmobil weniger zu empfehlen, Straße ist schmal und in schlechtem Zustand. An beiden Sehenswürdigkeiten muss man mit Wartezeiten und vielen Menschen rechnen. |